Weggucken hilft

Ich betrete die Wohnung im obersten Stockwerk eines mittelgroßen Hauses. Das Treppenhaus, das zur Wohnung führt, ist eine unschlagbare Reminiszenz an das Ruhrgebiet der frühen Schimanski-Tatorte. Hier ist die Zeit stehen geblieben.In der Wohnung auch – zumindest was die Einrichtung und den Stand von Renovierungen und Reparaturen angeht. Sie ist voll mit Andenken an die …

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theater interior

Das Schau-Spiel mit der Agenda

Dicht machen wollen sie alles, die Dichterinnen und Dichter darstellender Kunst. Nicht ganz dicht seien sie, sagt ihr Publikum. 50 Videos mit fragwürdiger Aussage, satirisch oder ernstgemeint – und die Republik diskutiert sich die Köpfe heiß über eine Agenda, die die Schauspielerinnen und Schauspieler uns aufs Auge gedrückt. Nun könnte man sagen: Betrifft mich ja …

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Bei Erbsensuppe zur Selbsterkenntnis

Ich sitze in der Sonne, 50 Meter von meiner favorisierten Waldgastronomie entfernt. Die Erbsensuppe auf meinen Knien dampft und ich genieße die Sonne, die meine selbsttönenden Brillengläser selbstönt. Es ist einer der ersten Tage nach dem hoffentlich letzten Wintereinbruch des Jahres. In den Tagen zuvor waren wir durch extrem mieses Wetter ins Haus gefesselt. Eine …

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Tod und Trauern in Zeiten von Corona

Dieser Text beginnt mit einer Klammer auf. (Wahrscheinlich) seitdem es Menschen gibt, gibt es Rituale und Traditionen, um verstorbene Stammesschwestern und Brüder zu bestatten. Diese Riten dienen zum einen der Ehrerbietung gegenüber dem Verstorbenen. Er oder sie wird in Würde aus dem Leben in den Tod verabschiedet. Mal durch Feuer, mal durch Erde, mal durch …

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Eltern sein heißt “Nein” und was “Ja-Tage” sind

Ich bin ein strenger Vater, glaube ich. In meinem Selbstverständnis ist das aber völlig ok. Denn streng bedeutet in meinem Falle nicht unfair oder von oben herab oder maßregelnd. Es bedeutet, dass ich mich gegen meine Kinder abgrenze. Ich nehme sie als eigenständige Persönlichkeiten wahr, mit eigenen Bedürfnissen, Gefühlen und einer eigenen Sicht auf die …

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PSVS – Eine Idee für Schule in Pandemiezeiten

Ein Jahr Corona. Happy Birthday, Pandemie. Mögest Du Deinen zweiten Geburtstag nicht erleben.

Ein Jahr ohne schulische Kontinuität für LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern. Ein Jahr mit geteilten Klassen, gar keinen Klassen, Masken und ausgefallenen Aktivitäten. Ein Jahr im Muss-Zustand, meist ohne die real existierenden Vorteile des Schullebens wie soziale Kontakte, Ausflüge, Beziehungspflege, Austausch und Reibereien.

In diesem Artikel möchte ich meine Meinung kundtun, nicht ohne jedoch konkrete Lösungsideen im Ansatz zu benennen.
Ein Jahr ist, im Leben eines jungen Menschen, ein prozentual hoher Anteil der bisherigen Gesamtlebenszeit. Je kleiner das Kind, desto größer der Anteil. Daher ist es wichtig nun Weichen zu stellen und dem “neuen Normal” ein adäquates Konzept entgegenzustellen. Ein Konzept, das nicht weiter so tut, als seien die Wege und Ziele der Vor-Corona-Zeit noch das Maß der Dinge und weiter erreichbar.

Mit Kindern kann man nicht offen reden.

“Kinder, wir fahren morgen in den Zoo.” Schon in normalen Zeiten führt dieser Satz aus elterlichem Mund nicht unbedingt zu Ablehnung. Jetzt, nach Monaten des Lockdowns, führt er zu ungläubigen Blicken und echter kindlicher Freude. Am nächsten Tag packen wir unsere 77 Sachen. Wir wissen, dass Pommes und Eis am Zookiosk wahrscheinlich pandemiebedingt ausfallen werden. …

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Jedes Kind könnte schlafen

Anfang 2013: Ich werde bald Vater sein. Mein Plan: ein paar Wochen wird das Kind im elterlichen Schlafzimmer campieren dürfen. Danach zieht es in sein eigenes Bett und Zimmer um. Intermezzo: Seither habe ich nie mehr ohne Kind an meiner Seite geschlafen. Heute: ich berichte der Mama eines Kindergartenkumpels meines inzwischen zweitgeborenen Kindes, dass ich …

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Sterben und Trauern. Corona-Style. Teil II

Teil I noch nicht gelesen? Dann hier entlang bitte! Was also ist zu tun? Es geht um Disruption im Umgang mit Sterben und Trauer. Es geht darum Möglichkeiten und Angebote an eine neue Zeit zu adaptieren. Wie? Ich schlage fünf Punkte vor: Nichts aufschiebenAbschied, Trauer und daraus resultierende Ergebnisse kann man nicht aufschieben. Sind sind …

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Sterben und Trauern. Corona-Style. Teil I

Sie möchte nicht alleine sein. Jetzt, da ihr Mann in den nächsten Minuten oder Stunden sterben wird. Wir sitzen am Pflegebett im Wohnzimmer, hören Musik und unterhalten uns. Ich bleibe bei ihr. Irgendwann, nach etwas mehr als einer Stunde, atmet er noch einmal. Wir müssen nichts sagen. Sie versteht es. Er ist gegangen. Ich bleibe noch da. Wir …

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