Wie geht es Dir?

Da sitzen wir alle. Zuhause. Ungeplant. Unvorbereitet. Auf unbestimmte Zeit.
Wir haben Zeit und mit der Zeit kommt das Grübeln. Grübel darüber was alles sein könnte, sein wird, wie es weitergeht. Bei vielen von uns kommen wirtschaftliche und finanziell schlechte Aussichten dazu. Das bedrückt und kann Sorgen und Ängste auszulösen. Nach der Viruswelle hat Corona das Potenzial eine Welle von Angst und Hilflosigkeit auszulösen. Und das noch lange nachdem die somatischen Folgen des Virus schon vergessen sind.

Die medizinischen Mühlen mahlen gerade auf Hochtouren. Wunderbar. Ich finde es großartig in einem Land zu leben, in dem die Versorgung so ist wie sie ist. Durch die Maßnahmen und die flankierende mediale Berichterstattung verstehen wir nun alle den Ernst der Lage und versuchen uns gegenseitig zu stützen. Wir tragen Masken, halten Abstand, helfen uns bei sachlichen Problemen, gehen füreinander einkaufen, vertagen unsere Steuern, steuern etwas zur kollektiven Genesung bei.

Und doch erleben wir dabei eine der größten Krisen der Menschheitsgeschichte – zumindest die weltumspannenste – als Teilnehmer, als Protagonist. Und wir wissen nicht welche Rolle das Drehbuch für uns und unsere Familien vorgesehen hat.
Trotz dieser enormen psychischen Belastungen stellen wir die körperlichen Symptome in den Vordergrund. Das ist richtig, sinnvoll wäre es aber die auf der gleichen Höhe wahrzunehmen wie die psychischen Folgen unserer momentanen Situation.
Wir befinden uns, Tag für Tag, in einer Situation auf die wir nicht vorbereitet wurden, die man intellektuell kaum erfassen kann und von der niemand weiß wie lange sie uns noch einschränken wird.

Daher ist es jetzt wichtig sich eines klar zu machen: Unwohlsein und Angst sind völlig in Ordnung. Es gibt keinen Grund Stärke vorzutäuschen, denn niemand fühlt sich gerade wohl. Und weil wir alle geschwächt sind können wir nun beginnen uns gegenseitig zu stützen?

Wie? Zum einen gibt es viele hilfreiche Hotline bei der Euch fähige Leute unterstützen und zuhören. Jedoch auch im kleinen kann jeder dazu beitragen, dass niemand das Gefühl haben muss alleine zu sein.

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